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Bericht zum ENTRIA-Werkstattgespräch „Emotionen bei der Realisierung eines Endlagers“

Die lebhafte Veranstaltung mit ca. 40 Teilnehmern fand am 21. Juni 2016 an der TU Braunschweig statt.

Dr. Christian Götter, Historisches Seminar, TU Braunschweig, hob in seinem Vortrag hervor, dass in den Auseinandersetzungen um die friedlichen Nutzung der Kernenergie in den 1970er und 1980er Jahren Befürworter wie Gegner der Kernenergie den Vorwurf der Emotionalisierung als Kampfmittel in den Auseinandersetzung nutzten, um den „Gegner zu diskreditieren“ und die eigenen Interessen durchzusetzen.

Prof. Dr. Barbara Thies, Institut für Pädagogische Psychologie, TU Braunschweig, betonte, dass Menschen, die stark emotionalisiert sind, nicht mehr handlungsfähig sind. Aus Sicht der Partizipationsforschung ist der ärgerliche Zeitgenosse der Idealbürger, der sich engagiert einbringt.

Dr. Basil Bornemann, Fachbereich Nachhaltigkeitsforschung, Universität Basel, wies darauf hin, dass Emotionen im Zusammenhang mit Endlagern ein vernachlässigtes Forschungsfeld seien.

Ulrich Smeddinck, TU Braunschweig/ ENTRIA zweifelte, dass das StandAG geeignet sein, den verhärteten historischen Konflikt um die Nutzung der Kernenergie in Deutschland aufzulösen. Das wäre aber wünschenswert, da der alte Konflikte das neue Standortsuchverfahren belastet und die Wirkungsmöglichkeiten des Gesetzes behindert.

Die Veranstaltung wird in Tagungsberichten und einem erweiterten Tagungsband dokumentiert.
Außerdem berichtet die Webseite bblog.de über das Werkstattgespräch.