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RICOMET 2015

ENTRIA-Beitrag auf internationaler Konferenz

Auf der "International Conference on Risk Perception, Communication and Ethics of Exposures to Ionising Radiation" die vom 15. - 17. Juni 2015 auf dem Schloss Brdo in Slowenien stattfand, waren auch Mitarbeiter von ENTRIA vertreten.

Herr Prof. Dr. Klaus-Jürgen Röhlig, ENTRIA-Sprecher, und Frau Dr. Karena Kalmbach haben einen Vortrag gehalten mit dem Titel "Interdisciplinary Perspectives on Dose Limits in Radioactive Waste Management" ("Interdisziplinäre Sichtweisen zu Dosisgrenzwerten beim Umgang mit radioaktiven Reststoffen").

Den Anstoß zu diesem Vortrag bzw. dem zugrunde liegenden Forschungsbericht hat das Transversalprojekt 2 "Technikfolgenabschätzung und Governance" gegeben. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass Grenzwerte für die Betriebs- und Nachbetriebsphase von Nuklearanlagen von größter Bedeutung sind, wenn sowohl technische als auch regulatorische Aspekte von Entsorgungsoptionen betrachtet werden sollen. Aus dieser Erkenntnis heraus wurde ein Thesenpapier erstellt, das eine interdisziplinäre Synthese von technischen, wissensoziologischen, rechtlichen, sozialen und politischen Aspekten anstrebt. Das Papier umfasst 14 Thesen, die sich mit technischen und nicht-technischen Einflussfaktoren bei der Festlegung von Grenzwerten, der Wahrnehmung von Strahlenwirkung und Dosisgrenzen sowie den Kontroversen um die Bedeutung und Funktion dieser Grenzen befasst.
Es wird deutlich, dass diese Grenzen für technische Entwicklungen und die Rechtssicherheit unverzichtbar sind, oft aber im Hinblick auf die Kommunikation, politische Entscheidungen und unter Governance-Aspekten kontraproduktiv sind. Um das Zusammenwirken und die Abhängigkeiten dieser Aspekte besser zu verstehen, muss sich die weitere interdisziplinäre Forschung sowohl mit den Beziehungen zwischen Dosisgrenzwerten und Risikowahrnehmung als auch den Fragen des Vertrauens und der Verlässlichkeit beschäftigen. Sie sollte somit eine diskursbasierte Kommunikation ermöglichen über die zugrunde liegenden Werte, Ziele, Akteure und Prozesse bei der Festlegung von Grenzwerten, sowie über potentielle Alternativen oder Ergänzungen bestehender Grenzwerte.


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