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Leibniz Universität Hannover - Institut für Werkstoffkunde

Das Institut für Werkstoffkunde (IW) der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität Hannover wurde im Jahr 1905 gegründet und ist seitdem in der Grundlagenforschung aktiv. Heute gliedert sich das IW in die Hauptbereiche Biomedizintechnik und Leichtbau (BML), Füge- und Oberflächentechnik (FORTIS), Technologie der Werkstoffe (TW), Unterwassertechnikum Hannover (UWTH) und zerstörungsfreie Prüfverfahren (ZfP).

Im Bereich der Lehre werden im Rahmen von 18 Vorlesungen, zwei Laboren und studienbegleitender Veranstaltungen, Kenntnisse der Werkstoffkunde sowie der Werkstofftechnik in Bachlor- und Masterstudiengängen, an Studenten der Studiengänge Maschinenbau, Produktion und Logistik, Biomedizintechnik, Metalltechnik, Mechatronik und Wirtschaftsingenieurwesen vermittelt.

Desweiteren steht das IW interessierten Firmen als Dienstleister sowie Kooperationspartner im Bereich der Grundlagenforschung, bei der Lösung praxisorientierter Problemstellungen und als Vermittler zwischen Forschung und praktischer Anwendung zur Verfügung. Diese enge Kooperation mit Industriepartnern ermöglicht eine außerordentlich praxisnahe Vermittlung zwischen Theorie und Anwendung in der Ingenieursausbildung. Damit wird der Transfer von grundlegenden Forschungsergebnissen auf Produkte zur praktischen Anwendung gewährleistet.

Eine Sonderstellung nimmt der Bereich des Rückbaus kerntechnischer Anlagen am IW ein, welcher im Unterwassertechnikum Hannover integriert ist. Dieser Bereich befasst sich mit der Weiterentwicklung und Qualifizierung moderner Techniken für den Einsatz im kerntechnischen Umfeld sowie der Weiterentwicklung von Behältersystemen zur sicheren End- und Zwischenlagerung von radioaktiven Reststoffen. Die Ernennung des langjährigen Institutsleiters Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Dr.-Ing. E.h. Dr. h.c. Friedrich-Wilhelm Bach zum Niedersachsenprofessor für Werkstofftechnik und Rückbautechnologie im Jahre 2012 unterstreicht den Stellenwert dieses Forschungsbereiches am Institut für Werkstoffkunde.

Der im Rahmen der ENTRIA-Forschungsplattform zu untersuchende Aspekt der Rückholung eingelagerter Reststoffe aus einem Endlager wirft neue Fragestellungen auf. Neben der für die Rückholung zwingend erforderlichen Gewährleistung der Behälterintegrität über einen Zeitraum von mehreren hunderten von Jahren, ist die Entwicklung und Bewertung von Rückholtechniken sowie von Monitoringverfahren erforderlich, um eine sichere Entfernung der eingelagerten Reststoffe über eine lange Zeitspanne zu ermöglichen.

Hierbei muss beachtet werden, dass die Option der Rückholbarkeit auch immer mit dem Risiko eines unerwünschten Zugriffes auf die eingelagerten, radioaktiven Stoffe einhergeht. Dieses Risiko stellt bezüglich der Akzeptanz der Bevölkerung für ein zukünftiges Endlagerprojekt ein gesellschaftspolitisches Problem dar, welches mittels technischer Entwicklungen nur teilweise zu lösen ist. Aus diesem Grund wird im Rahmen der ENTRIA-Forschungsplattform ein multidisziplinärer Ansatz verfolgt, mit dem Ziel, diesen Konflikt über eine Rückkopplung zwischen Technologie und gesellschaftlichen Ansprüchen zu lösen. Ein besonders Aspekt der ENTRIA Forschungsplattform ist hierbei die Arbeit junger Wissenschaftler in einer Gruppe mit Experten aller beteiligten Disziplinen.